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Am Sonnabend, dem 15. Juli 2006 feierten
die Wispensteiner das 555. Jubiläum der Ortsgründung durch die Gebrüder
von Steinberg. Das Fest stand anfangs unter einem ungünstigen Stern. Der
fest gebuchte Wirt erkrankte schwer. Ein zweiter ließ sich bei den vielen
Terminen nicht finden. Also mussten der Ortsrat und der Festausschuss die
Organisation selbst in die Hand nehmen. Es wurde aus Kostengründen
beschlossen (ein gemietetes Zelt mit Bestuhlung sollte 4.000,00 €
kosten), ein kleines Zelt von der Thüster Feuerwehr zu mieten, statt
Kapellen einen Discjockey zu verpflichten und den ganzen Rahmen auf ein
kleines familiäres Fest auszurichten. Das gelang im vollen Umfang. Das
Wetter zeigte sich von seiner besten Seite. Die Sonne strahlte den ganzen
Tag vom Himmel. Die Luft war trocken. Gute Bedingungen für den
Hubschrauber, für den mehr als 200 Fluggäste vorgebucht waren.
Ab zehn Uhr hatte Prof. Günzel die Türen
zu seinem Atelier im der alten Mühle geöffnet Neugierig und interessiert
betraten die Wispensteiner das Gebäude, das vielen in der Jugendzeit
Abenteuerspielplatz gewesen war. Er erläuterte seine Arbeiten, die eng
verknüpft mit seinem Lebenslauf sind. Er schilderte die Suche nach
Ausdruck in Form und Farbe sowohl bei den Skulpturen als auch bei den Gemälden. Nach der Totenehrung mit
Kranzniederlegung auf dem Friedhof begann um 14.30 im Schatten der Bäume
der Festgottesdienst. Vor einem kleinen Altar mit Kreuz, geschmückt mit
einem Blumenstrauß, stellte Pastor Thomas Duntsch die Predigt unter das
Motto: "Möge der Himmel Deinen Weg mit Sonnenschein begleiten".
Der Gemischte Chor im MGV mit Unterstützung der Ammenser Sänger
begleitete den Gottesdienst mit zwei Liedern. Die von der Gemeinde
gesungenen Lieder waren ganz auf den schönen Sommertag ausgerichtet.
"Alle Vögel sind schon da" und "Geh aus mein Herz und
suche Freud" wurde mit Inbrunst mitgesungen. Ortsbürgermeisterin Andrea Brodtmann
hielt danach ihre Festansprache. Sie wies auf die Bedeutung des Jubiläums
hin und dankte allen Mitwirkenden und Helfern für ihre Arbeit. Besonders
stellte sie heraus, dass das Dorf ein Ort des Miteinanders und der
Begegnung ist. Bei Kaffee und leckerem Kuchen ließen
sich die Festbesucher dann zum Kaffeetrinken nieder. Zeit um mit Freunden
zu plauschen oder Freundschaften zu erneuern. Dann wurde es ernst. Das Entenrennen
stand an. Rudi Schmidtke hatte einen vorbildlichen Parcours für die
kleinen Plastiktiere geschaffen. Seine Frau und Tochter trugen die
Wettbewerber in die Startlisten ein und kassierten das Startgeld von 1
Euro. Hinter einem Startband stand Dietmar (Tom) Werner, die Enten sorgfältig
ausgerichtet in einem Drahtkorb aufgereiht. Dann ging es los. Die Enten
gingen auf die Reise. Beschwert mit einem Metallring am Bauch, damit der
Kopf oben blieb, kämpften sie sich durch die Strömung. Drohte eine zu
stranden, wurde ihr wieder auf den rechten Weg verholfen. Beim Zieleinlauf
schauten Sandra Stache und Rudi Schmidtke mit Argusaugen auf die
Reihenfolge. Nach mehreren Läufen ging es in die Endausscheidung. Lange
Zeit führte Ente "0" mit beträchtlichem Vorsprung. Sie gehörte
Ludmilla Stebo, einem Ferienkind aus der Tschernobyl-Region. Dann jedoch
scherte sie rechts aus und kam in langsameres Fahrwasser. Das war die
Chance für die Ente von Alexander Schmidtke. Für Ludmilla reichte es nur
noch zu 2. Platz, vor Hans Plesche auf Rang 3. Die Ortbürgermeisterin überreichte
die Preise an die Gewinner. Durst gab es reichlich bei dem
trockenen Wetter. Der blonde Gerstensaft floss in Strömen. Auch der
Hunger wollte gestillt werden. Dankenswerterweise hatte sich die Föhrster
Feuerwehr bereit erklärt, den Ausschank und das Grillen zu übernehmen.
Sie machte das hervorragend. Routiniert wurde der Getränkenachschub
befriedigt und die Würstchen ausgegeben. Als die Sonne unterging, war der
Getränkewagen dicht umlagert, sodass es oft schwer war schnell genug
nachzuschenken. Bis weit nach Mitternacht wurde getanzt und gefeiert. Der
Discjockey verstand es die Stimmung anzuheizen. Alle Beteiligten waren mit der
Resonanz vollauf zufrieden, sodass man auch noch in der nächsten
Zeit von diesem etwas anderen Jubiläum sprechen wird. |
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Prof. Günzel erläutert seine Arbeiten |
Ludmilla und Nastja bewundern eine Farbkomposition |
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| Festgottesdienst unter Bäumen | Pastor Duntsch predigt: "Möge der Himmel Deinen Weg mit Sonnenschein begleiten" |
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| MGV Wispenstein begleitet den Gottesdienst | Festansprache der Ortsbürgermeisterin |
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| Festbesucher verfolgen die Festansprachen | Grußworte durch Bürgermeister Duwe |
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| Andrang bei Kaffee und Kuchen | Plausch an der Kaffeetafel |
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| Großer Andrang bei der Kletterburg | Auf zum Gipfel |
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| Tom startet das spannende Entenrennen | "Gestrandete" Enten werden flott gemacht |
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| Die glücklichen Sieger Alexander Schmidtke, Ludmilla Stebo und Hans Plesche | Der Durst war immens bei dem schönen Wetter |
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| 555 Jahre Wispenstein - ein Familienfest | Ich habe Vatertag! |